Reise nach Wien

Wien zu begegnen gleicht einem Traum, welcher sich immer wieder neu erleben lässt.
Die Donaustadt am Fuße des Wienerwaldes beeindruckt mit verspieltem Barock und dem Charme der Habsburger Kaiserzeit. Der Nostalgie in den Caféhäusern steht das Weltstadtflair in der Donau-City gegenüber. Ganz gleich, ob man in den Heurigenschänken einkehrt, beim glanzvollen Opernball Walzerklängen lauscht oder durch den berühmten Prater bummelt, es gibt viele Wege, Wien zu begegnen, unvergessliche Eindrücke hinterlassen sie mit Sicherheit alle.

Reise nach Wien

Die Geschichte Wiens

Bereits im 5. Jh. v. Chr. wurde das heutige Wiener Stadtgebiet von keltischen Stämmen besiedelt. Um 15 v. Chr. errichteten die Römer das Militärlager Carnuntum. In den Geschichtsbüchern taucht Wien erstmals im Jahre 1137 auf und entwickelte sich binnen 20 Jahren zur blühenden Residenzstadt. Durch die Schlacht auf dem Marchfeld wurde die 640 Jahre andauernde Herrschaft der Habsburger begründet, welche Wien entscheidend prägte. Mitte des 18. Jahrhunderts unterzog Maria Theresia die Stadt einer Reformierung und Modernisierung. Der Wiener Kongress im Jahre 1815 regelte die Geschicke Europas neu und Franz Joseph wurde 1848 mit gerade einmal 18 Jahren Kaiser von Österreich. Um 1900 war Wien bereits eine lebendige Millionenstadt. Nach schweren Kriegszerstörungen ging die Stadt unter ihrem langjährigen Bürgermeister Bruno Kreiski einer viel versprechenden Zukunft entgegen. Neues im Auge zu behalten und Altes zu bewahren ist eine Philosophie, welche das Kolorit Wiens prägt und zu einer Metropole voller Leben und Flair macht.

Ein Streifzug durch die bedeutendsten Stadtbezirke Wiens

1. Bezirk, Innere Stadt
Hier befand sich einst die Keimzelle Wiens und hier schlägt noch heute das Herz der österreichischen Metropole. Die Ringstraße umschließt die größten Sehenswürdigkeiten Wiens, darunter mehr als 60 Museen und der berühmte Stephansdom.

2. Bezirk, Leopoldstadt

Zwischen Donau und Donaukanal breitet sich mit der Leopoldstadt Wiens grüne Lunge aus. Der Prater und der Augarten laden zum Verweilen ein und auf dem Messegelände werden neue Trends gesetzt.

Wiener Prater

3. Bezirk, Landstraße
Viel Grün erwartet Besucher auch südlich der Innenstadt. Der Bezirk Landstraße verfügt über zahlreiche Botschaftsgebäude. Das Barockschloss Belvedere und das farbenfrohe Hunderwasserhaus widerspiegeln die Vielfalt Wiens.

4. Bezirk Wieden
Wieden ist die älteste Wiener Vorstadt. Um den Karlsplatz pulsiert das Leben. Besonders Familien mit Kindern fühlen sich hier wohl.

5. Bezirk Margareten
Zwischen der Schönbrunner und der Reinprechtsdorfer Straße überrascht Wien mit multikulturellem Flair und einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft.

6. Bezirk Mariahilf
Die Mariahilfer Straße zählt zu den beliebtesten Shoppingmeilen Wiens. Daneben verfügt der Bezirk über eine lebendige Kneipenszene, das legendäre Theater an der Wien und prächtige Jugendstilbauten.

Unterwegs in Wien

mit dem Pkw
Wer mit dem Auto durch Wien fährt, wird Geduld brauchen und Staus werden nicht ausbleiben. Der viel besuchte 1. Bezirk verfügt über mehr als 20 Parkgaragen.

öffentliche Verkehrsmittel
Das öffentliche Verkehrsnetz Wiens ist gut ausgebaut und verfügt über U-Bahn, Schnellbahnen, Tram und Busse. Auch nachts kommt man in Wien mit Bus und Bahn auf 22 Linien gut voran. Inhaber der Wien-Karte genießen freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und zahlreiche weitere Vergünstigungen.

mit dem Rad
Wien hat sich sehr gut auf Zweiräder eingestellt und man kann vielerorts Citybikes leihen. Ein etwa 1.000 Kilometer langes Radwegenetz führt quer durch die Stadt.

mit dem Fiaker
Wien und Fiaker gehören zusammen und es ist einfach herrlich romantisch, sich durch die Altstadt chauffieren zu lassen. Standpunkte für die Fiaker befinden sich am Stephansdom, am Heldenplatz oder am Erzherzog-Karl-Denkmal.

Sehenswertes in Wien

Den touristischen Mittelpunkt Wiens bildet der Stephansplatz. Weithin sichtbar ist der Stephansdom, das berühmteste gotische Bauwerk Österreichs. Der “Steffl” genannte Südturm gilt als Wahrzeichen Wiens und kann bestiegen werden. Ein Aufzug führt zur Aussichtsplattform des Nordturms, wo die “Neue Pummerin”, die größte Glocke Österreichs, ins Auge fällt. Südwestlich schließt sich der Stock-im-Eisen-Platz an. Die Bezeichnung rührt von einem bereits im 16. Jahrhundert erwähnten mit Nägeln beschlagenen Fichtenstumpf her, welcher als Symbol der Handwerksburschen gedeutet wird. Wiens Schmuckstück ist der Heldenplatz, ein Ort glanzvoller Veranstaltungen und Paraden. Vom Platz fällt der Blick auf die Hofburg, welche einer Stadt in der Stadt gleicht. Sechs Jahrhunderte herrschten in diesem Bollwerk der Habsburger Geschichte die mächtigsten Männer Österreichs. Mehr als 2.500 Räume umfasst der aus Winterreitschule, Amalienburg, Burgkapelle oder den in den 1990er Jahren neu errichteten Redoutensälen bestehende Komplex. Einem barocken Gesamtkunstwerk gleichen die Schlösser Belvedere. Prinz Eugen ließ seine Sommerresidenz nach dem Vorbild der Schlösser von Versailles errichten. Der Marmorsaal des Oberen Schlosses ging als Schauplatz der Unterzeichnung der österreichischen Unabhängigkeitserklärung im Jahre 1955 in die Geschichte ein. Die meisten Besucher der Donaumetropole kann Schloss Schönbrunn für sich verbuchen. Der Prachtbau Kaiser Leopold I. verfügt über 40 eindrucksvolle Prunkräume, darunter den Spiegelsaal und das mit Rosenholz vertäfelte Millionenzimmer. In der Wiener Staatsoper werden seit fünf Jahrhunderten glanzvolle Opern aufgeführt. Mehr als 2.000 Zuschauer zieht alljährlich der Wiener Opernball in seinen Bann. Die Vorführungen in der Spanischen Hofreitschule sind nicht nur für Pferdeliebhaber ein Muss. Den eindrucksvollen 55 Meter langen Raum errichtete Österreichs berühmter Barockbaumeister Fischer von Erlach. Nicht minder berühmt sind die aus der Steiermark stammenden Lipizzaner, die Hauptattraktion der Reitschule.

Wiens Museumslandschaft

Die Besucher Wiens erwartet ein reiches Besichtigungsprogramm, welches mit Historischem, Kunstvollem, Überraschenden oder Skurrilen aufwarten kann. Prunkvoll präsentiert sich die Silberkammer der Hofburg. Berühmte Maler geben sich im KunstHaus ein Stelldichein. Viele würden ein Haus des Meeres in Wien nicht vermuten, dennoch tummeln sich tropische Fische und Amphibien aus aller Welt inmitten der Donaustadt. Im ausgehenden 18. Jahrhundert schrieb Mozart in Wien seine “Hochzeit des Figaro”. Das Mozarthaus Vienna erinnert an den genialen Komponisten. Meisterwerke der Uhrmacherkunst können Besucher im Uhrenmuseum bestaunen. Makaberes hält das Pathologische Museum in der Spitalgasse bereit. Meisterhafte Duplikate werden im Fälschermuseum gezeigt. Weit brutaleren Delikten widmet sich das Kriminalmuseum.

Mit der Familien in Wien unterwegs

Wien hält Attraktionen für die ganze Familie bereit, so dass auch bei den kleinen Gästen der Donaustadt garantiert keine Langeweile aufkommen wird. Im Zoom Kindermuseum sind Anfassen erlaubt und Mitmachen erwünscht, zum Beispiel im Labor, beim Basteln oder in der Trickfilmwerkstatt. Das Technische Museum bringt in seiner Mini-Erlebniswelt zwei bis sechsjährigen technische Phänomene spielerisch nahe. Im Tiergarten Schönbrunn, dem ältesten Zoo weltweit, haben hunderte Tiere ein artgerechtes Zuhause gefunden und die Kinder sind begeistert, wenn sie mit den Bewohnern der Anlage auf Tuchfühlung gehen dürfen. Während im Indoor-Spielplatz Bogi Park Trampoline, Bällesee und Wabbelburg einladen, finden Kids in Minopolis ihre eigene kleine Stadt in der sie sich in ihren Traumberufen versuchen können. Im altehrwürdigen Prater lassen sich ganze Tage mit der Familie verbringen. Die weiten Grünflächen holen ein Stück Idylle in die Millionenstadt und die Attraktionen des “Wurstlpraters” wecken Nostalgie und so manche Kindheitserinnerung. Die rasanten Bob-Bahnen, die Geisterbahn und der Blick vom berühmten Riesenrad zählen zu den Höhepunkten einer Reise nach Wien.